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49. Internationales Städteforum 2026

„Wissenschaft als Impulsgeberin für innovative Stadtgesellschaften“

Wie können kommunale Akteure besser von wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren? Wie kann das generierte Wissen in politische Entscheidungen einfließen? Welchen Beitrag können Kommunen leisten, um unsere Städte zu attraktiven Standorten für Wissenschaft zu machen?

Sonnabend, 20. Juni

Zur Kieler Woche werden in jedem Jahr Delegationen der Partnerstädte und befreundeter Städte eingeladen, um beim Internationalen Städteforum über ein jährlich neu festgelegtes kommunales Fachthema zu diskutieren.

Die Veranstaltung hat somit viel Potential für die Internationale Arbeit der Landeshauptstadt Kiel.

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„Die Sicherstellung von angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum als kommunale Herausforderung“

Wie begegnet die Kommune der hohen Nachfrage nach Wohnraum? Wie setzen die Städte sozialen Wohnungsbau um?

Sonnabend, 22. Juni

Zur Kieler Woche werden in jedem Jahr Delegationen der Partnerstädte und befreundeter Städte eingeladen, um beim Internationalen Städteforum über ein jährlich neu festgelegtes kommunales Fachthema zu diskutieren.

Die Veranstaltung hat somit viel Potential für die Internationale Arbeit der Landeshauptstadt Kiel.

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„Klimawandelanpassung und Zero Waste“

Welche Möglichkeiten haben Städte und Kommunen mit den Auswirkungen durch den Klimawandel umzugehen? Wie können sie durch Abfallvermeidung ihre Ressourcen schonen?

Sonnabend, 17. Juni

Zur Kieler Woche werden in jedem Jahr Delegationen der Partnerstädte und befreundeter Städte eingeladen, um beim Internationalen Städteforum über ein jährlich neu festgelegtes kommunales Fachthema zu diskutieren. Die Veranstaltung hat somit viel Potential für die Internationale Arbeit der Landeshauptstadt Kiel.

 
Gruppenbild mit den Beteiligten

Worum es 2026 geht

Dieses Jahr lautet das Thema des Internationalen Städteforums „Wissenschaft als Impulsgeberin für innovative Stadtgesellschaften“.

Wissenschaft ist ein bedeutender Standortfaktor und Motor für Stadt- und Gemeindeentwicklung. Sie liefert fundierte Daten, innovative Lösungsansätze und evidenzbasierte Strategien – von Klimaschutz und Verkehrskonzepten bis hin zu sozialer Integration und digitaler Infrastruktur. Durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen können Kommunen evidenzbasierte Entscheidungen treffen, Ressourcen effizient nutzen und neue Potenziale für zukunftsfähige Projekte erschließen. Außerdem spielen wissenschaftliche Institutionen eine bedeutende Rolle bei der Ausbildung und Ansiedlung von Fachkräften.

Wissenschaft ermöglicht es, komplexe Herausforderungen wie den demografischen Wandel oder die Energiewende systematisch zu adressieren. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, fördert die Lebensqualität und schafft im besten Fall Vertrauen bei Bürger*innen in kommunale Entscheidungen. Das Vertrauen der Bürger*innen in wissenschaftliche Methoden und darauf basierende Entscheidungen lässt sich durch eine transparente Kommunikation von Erfolgen und Erkenntnissen sowie durch die aktive Einbindung der Bevölkerung in wissenschaftliche Projekte (zum Beispiel über Citizen Science) stärken. So verfolgt Kiel mit der strategischen Entwicklung des Wissenschaftsstandortes als Kiel.Science.City das Ziel, Wissenschaft, Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik enger miteinander zu verzahnen. In einem mehrstufigen Vorgehen zur Standortprofilierung werden Visionen, Ziele und konkrete Maßnahmen erarbeitet, die in einen Masterplan Kiel.Science.City für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung münden.

 Parallel zur strategischen Entwicklung wurden Kiel und KielRegion sowie die Städte Brest in Frankreich und Split in Kroatien mit dem EU-Projekt „Science Comes to Town“ als Europäische Wissenschaftsbotschafterinnen 2026 ausgezeichnet. Zentrale Schwerpunkte dieses Projekts sind der Auf- und Ausbau von Vertrauen in Wissenschaft und gesellschaftliche Verantwortung, die Förderung von Innovationskraft aus der Wissenschaft sowie die Stärkung wissenschaftsbasierter Entscheidungen in Politik und im Verwaltungshandeln. Alle wissenschaftlichen Einrichtungen Kiels sind aktive Partnerinnen des Projekts sowie der strategischen Entwicklungen.

 Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und kommunaler Praxis ist Bestandteil der strategischen Entwicklung des Wissenschaftsstandortes sowie von „Science Comes to Town“ und ist aus diesem Grund der thematische Fokus für das Internationale Städteforum 2026. Diese Zusammenarbeit benötigt passgenaue Formate: anwendungsnah, verständlich, zeitnah und entlang konkreter Fragestellungen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse wirksam in Entscheidungsprozesse einzubinden und so resiliente, nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu ermöglichen.

 Während des Internationalen Städteforums möchten wir mit Vertreter*innen unserer Partnerstädte und befreundeten Städte anhand konkreter Fragestellungen in den Austausch kommen, anhand von Praxisbeispielen voneinander lernen und unterschiedliche Herangehensweisen diskutieren: Wie entwickeln Städte und Wissenschaft gemeinsam wirksame, robuste und langfristige Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf eine demokratische, sozial tragfähige und generationengerechte Stadtentwicklung? Wie kann wissenschaftliche Expertise Politik und Verwaltung unterstützen, tragfähige Konzepte zu entwickeln und fundierte Entscheidungen zu treffen? Wie können Städte Wissenschaftsstandorte sichern und wie kann Wissenschaft so vermittelt werden, dass Erkenntnisse sichtbar, verständlich und relevant für die Stadtgesellschaft werden?

 Diesen Fragen wird während der Veranstaltung in drei parallelen Workshops auf den Grund gegangen. Ausgehend von Praxisbeispielen tauschen sich die teilnehmenden Städte zu Lösungen und erprobten Ansätzen sowie Chancen und Risiken aus. Jede*r Teilnehmer*in hat die Möglichkeit, einen Workshop zu wählen. Zwei Workshops werden in deutscher und englischer Sprache angeboten, der dritte findet auf Englisch statt. Konsekutive Übersetzungen in weitere Sprachen werden durch Flüsterdolmetscher*innen gewährleistet. Die Workshops sind Teil eines Rahmenprogramms, das aus einer Keynote, einem Dialoggespräch, der Präsentation der Workshop-Ergebnisse und einer abschließenden Podiumsdiskussion besteht.

Worum es 2024 ging

Das Internationale Städteforum befasste sich in diesem Jahr mit dem Thema „Die Sicherstellung von angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum als kommunale Herausforderung“. 

Wohnraum in Städten zu schaffen und die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, ist eine wichtige kommunale Aufgabe und Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. 

Das 11. Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen sieht vor, dass alle Städte und Gemeinden den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum und zu grundlegenden Dienstleistungen für alle gewährleisten sollen.

In den letzten Jahren hat sich die Diskussion um die allgemeine Wohnungssituation in Deutschland, die zumindest in den Ballungsräumen durch Wohnungsnot und hohe Mieten gekennzeichnet ist, weiter verschärft.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Urbanisierungstrend, die anhaltende Zuwanderung von Geflüchteten, steigende Baukosten - unter anderem durch die verschärften Anforderungen im Rahmen von Klimaschutz und Ressourceneffizienz - und steigende Zinsen verschärfen die Situation.

Die Städte versuchen, den Wohnungsmarkt zu entlasten, indem sie Neubaumaßnahmen fördern, Verdichtungsmaßnahmen durchführen und bestehende kommunale Wohnungsbaugesellschaften ausbauen oder neue gründen.

Eines der drängendsten sozialen Themen, auch in Kiel, ist die Frage, wie genügend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann. Besonders betroffen von der schwierigen Wohnsituation sind sozial schwache Gruppen wie verschuldete Menschen, Arbeitslose, Menschen mit Fluchthintergrund, mit Suchtproblemen oder anderen Erkrankungen. Derzeit sind 2.400 Menschen in Kiel obdachlos. Eines der drängendsten sozialen Themen, auch in Kiel, ist die Frage, wie genügend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann. Für Studierende und Familien ist es schwierig, geeigneten Wohnraum zu finden.

Im Rahmen des Internationalen Städteforums haben Vertreter*innen der Landeshauptstadt Kiel und ihrer Partnerstädte sowie weitere Expert*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam verschiedene Aspekte der Wohnraumversorgung in Städten und Gemeinden beleuchtet.

Ein Kernelement der Veranstaltung waren die zwei parallel laufenden themenspezifischen Workshops, in denen die teilnehmenden Städte anhand von Praxisbeispielen Chancen und Herausforderungen sowie Erkenntnisse aus erprobten Ansätzen diskutiert haben.

Alle Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, einen Workshop auszuwählen. Die beiden Workshops wurden in deutscher und englischer Sprache durchgeführt, eine Konsekutivverdolmetschung durch Flüsterdolmetscher war ebenfalls vorhanden.

Die drei Workshops sind Teil eines Rahmenprogramms, das aus einem Impulsvortrag, einer Dialogdiskussion, der Präsentation der Workshopergebnisse und einer abschließenden Podiumsdiskussion besteht. Der Zeitplan für das Internationale Städteforum ist in der beigefügten Tagesordnung aufgeführt.

 

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Mehr Informationen über unsere Partnerstädte und befreundeten Städte sowie die internationale Arbeit der Stadt unter

Abfall vermeiden, Ressourcen schonen - Kiel macht sich auf den Weg, Zero.Waste.City zu werden.

Für die Landeshauptstadt Kiel ist das Thema Mobilität 2022 von besonderem Interesse. Bereits 2017 hatte Kiel gemeinsam mit den umliegenden Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön einen „Masterplan Mobilität“ verabschiedet. Einer der zentralen Punkte in diesem Handlungskonzept ist neben dem Ausbau des Fahrradnetzes auch die Entwicklung eines tragfähigen innerstädtischen ÖPNV-Netzes. Im kommenden Jahr soll die Entscheidung darüber fallen, wie der Stadtverkehr Kiels in Zukunft aussehen soll. Aktuell erarbeiten die Verkehrsplaner*innen eine Trassenstudie, die die beiden Alternativen – Schnellbusse (BRT) oder Stadtbahn (Tram) – in ihren Vor- und Nachteilen gegenüberstellt. Die Studie soll Ende 2022 abgeschlossen sein und eine Entscheidungsgrundlage für die Kieler Ratsversammlung bilden. Eine Diskussion mit unseren internationalen Partnerstädten über deren Mobilitätskonzepte für die Zukunft ist somit für Kiel im kommenden Jahr besonders wertvoll.

Ziel des Städteforums 2022 soll es daher sein, mit den Partnerstädten über die unterschiedlichen Aspekte von urbaner Mobilität und die Herausforderungen der Mobilitätswende in einen Austausch zu kommen. Nach einem einführenden Impulsvortrag der Mobilitätsexpertin Katja Diehl sowie einem Dialoggespräch zwischen Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und Jana Kühl, Professorin für Radmanagement an der Ostfalia Universität, wird es Workshops zu vier verschiedenen Aspekten von Mobilität geben: 

  • Stärkung des emissionsarmen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
  • Ausbau von Fuß- und Radverkehr
  • Digitalisierung und Mobilitätswende
  • Mobilität rund ums Wasser

Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine kurze Podiumsdiskussion, die auch Vertreter*innen der Zivilgesellschaft mit einbeziehen soll. Als Querschnittsthema soll dabei immer mitgedacht und diskutiert werden, wie die städtische Bevölkerung mitgenommen und für die Mobilitätswende begeistert werden kann. Der Austausch und die internationale Kooperation mit Kiels Partnerstädten kann bei der Entwicklung von Lösungsansätzen für die Herausforderungen der Mobilitätswende wichtige Impulse geben.